Wünsche einer Hundemutter


Im Hundekörbchen liegen seit gestern -
zwei Hovijungen mit ihren Schwestern.
Die Mutter ist müd´ , der Vater ist fern.

Sie liebt ihre Kleinen, sie hat sie so gern!

Sie schmusen und nuckeln an Muttern herum,
diese ist lieb, sie freut sich und drum
lässt sie den Kleinen so manchen Willen -
und macht sich Gedanken, ganz im Stillen:

Eine gute Fee wird vor mir stehen,
nur von Hundemuttis wird sie gesehen!
Einen Sack voller Wünsche trägt sie bei sich.
Oh, Einen, nur Einen, Fee, hätt´  ich an Dich:

Gib meinen Kindern ein gutes Leben,
lass sie Nehmen und auch viel Geben!
Mach,  dass nie ein Mensch sie quält,
es soll ihnen gut gehn in dieser Welt.

Ich sehe es vor mir, ganz genau,
Eines von ihnen kommt zu einer Frau,
die immer allein ist, von allen vergessen.
Was ihr der Hund ist, kann Keiner ermessen!

Da ist ein Kind, das niemals lacht,
was hat man schon alles mit ihm gemacht!
Es wünscht sich ein Hündchen - von Herzen so sehr,
sein Wunsch wird erfüllt - keine Tränen gibt´s  mehr!


Ein junger Mann, dem ging´s  immer gut -
dann nahm ein Unfall ihm jeglichen Mut.
Ein Welpe von mir gibt ihm sodann,
was menschliches Mitleid nicht geben kann.

 

Und dann die Familie, ihr Hund musste gehn,

er war noch so jung, Keiner konnt es verstehn.

Ein Kind von mir bringt ihnen das Glück

und Lächeln und Freude in die Herzen zurück!

Und meine Kleinste, die Letzte hier,
mein Frauchen beschloss - sie bleibt bei mir!!!
Ich hoff, liebe Fee, du kannst mich noch leiden,
oder war ich wirklich zu unbescheiden?

Ich lieb doch meine Kinder so sehr,

der nahe Abschied macht´s  Herz mir schwer.

Meine Wünsche, die nehme ich nicht zurück -
Für dich, liebe Fee und meine Welpen viel Glück!


(Verfasser unbekannt, größtenteils überarbeitet und um einige Strophen ergänzt von mir)